News aus dem Thurgau

Kirchenluft schnuppern

von Manuel Ditthardt
min
28.09.2024
Am 14. November findet der nationale Zukunftstag für Schülerinnen und Schüler der fünften bis siebten Klasse statt. An diesem Tag sollen die Kinder dieses Jahr auch Einblick in die Kirchenberufe erhalten.

In vielen Kirchgemeinden sind neue Arbeitskräfte in den Berufen der Pfarrerin, des Mesmers, der Jugendarbeiterin und des Diakons gesucht. Deshalb sollen interessierte Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit bekommen, einen Tag lang in der Kirchenberufswelt zu schnuppern.

Flavia Hüberli von der Fachstelle Start-Up-Kirche und Thomas Alder von der Fachstelle Jugendarbeit der Evangelischen Landeskirche Thurgau haben gemeinsam ein spannendes Programm für die Kinder vorbereitet. Dass Kirchenberufe nicht nur für ältere Personen bestimmt sind, beweist Yannis Portmann.

Von der Vielseitigkeit profitieren

Der 22-Jährige ist bereits seit einem Jahr als Mesmer in der Kirchgemeinde Kreuzlingen angestellt. Nach seiner Lehre als Fachmann Betriebsunterhalt war Yannis Portmann auf der Suche nach einer neuen Stelle als Hauswart.

Der Beruf des Mesmers habe ihn vor allem aufgrund von der Vielseitigkeit angesprochen: «Von Friedhofspflege über technische Arbeiten bezüglich Tons und Videos bis zur Reinigung war alles dabei.» Andere Stellen in seiner Branche bieten diese Vielfalt an Arbeitsfeldern nicht. Durch neue Aufgaben wächst die Attraktivität des Berufs: «Der Tag ist sehr erfüllend, wenn neue Situationen funktionieren, die man davor noch nie angetroffen hat», beschreibt Portmann.

«Volles Vertrauen bekommen»

Der junge Mesmer kommt ins Schwärmen, wenn es um das Arbeitsklima in seiner Kirchgemeinde geht: «Bei der Kirche habe ich direkt eine aufgeschlossene Stimmung festgestellt. Alle sind auf einer Wellenlänge und ich habe direkt volles Vertrauen bekommen.» Für einen neuen Mitarbeiter mit noch nicht allzu langer Erfahrung in seinem Beruf sei dies nicht selbstverständlich, betont Portmann.

Zudem schätze er die Dankbarkeit, welche ihm gegenüber immer wieder seitens der anderen Mitarbeitenden und Kirchbürgern zum Ausdruck gebracht werde. Angehenden MesmerInnen empfiehlt Yannis Portmann, Flexibilität mitzubringen und stets lösungsorientiert zu arbeiten. Als Ansprechperson sei es ebenso zentral, ein offenes Ohr für die Bedürfnisse von Kirchenmitgliedern zu haben.

Einen weiteren Ratschlag möchte er zukünftigen MesmerInnen ans Herz legen: «Es ist wichtig, sich in viele verschiedene Bereiche einzuarbeiten und am besten schon Erfahrung mitzubringen.» - Erfahrung, die Schülerinnen und Schüler beispielsweise am Zukunftstag in einer Kirchgemeinde sammeln können.

 

Anmeldung Zukunftstag

Eltern können ihre Kinder bei Interesse anmelden bei:

flavia.hueberli@evang-tg.ch oder thomas.alder@evang-tg.ch

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