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Leben & Glauben

Brückenbauer

Raphael Schneider sieht es als grosse Chance, wenn sich Leute aus der Kirche in Vereinen und Organisationen engagieren. So könne die Kirche gesellschaftlich relevant bleiben. Der 26-Jährige ist selber in der Feuerwehr aktiv.

Raphael Schneider

Alter: 26
Wohnort: Wagenhausen
Beruf: Jugendarbeiter und Gartenbauer
Kirchliches Engagement: Mitleitung im Ressort Kinder & Jugend der Evangelischen Kirchgemeinde Frauenfeld
Organisation: Feuerwehr Steckborn
Hobbys: Auf zwei Räder unterwegs sein (Motorrad und Bike), Sport und musizieren

 

Was gefällt Ihnen am Vereinsleben besonders?
Mir hat die Feuerwehr geholfen, mich an meinem neuen Wohnort einzuleben, weil so enorm viele gute Beziehungen entstehen durften.

Welchen Beitrag kann Ihr Verein für die Gesellschaft leisten?
Ich sehe die Feuerwehr auch als eine Lebensschule. Man lernt in Notsituationen zu reagieren, technisches Know-how im Umgang mit Feuer, Menschen zu führen, Teamfähigkeit und vieles mehr. Die Feuerwehr formt den Charakter der Teilnehmer also positiv und leistet so einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft.

Welche Rolle spielt der Glaube in Ihrem Leben?
Als Gärtner wähle ich einen Vergleich aus der Natur. Ich sehe mich als einen jungen Baum, der seine Wurzeln im Glauben an Gott immer tiefer in ihm und seinem Wort verwurzeln möchte. Ich wünsche mir, dass an diesem Baum, der in diesem guten Boden wurzelt, immer mehr Früchte wachsen dürfen. Konkret versuche ich, mein Leben immer mehr auf Gott auszurichten.

Gibt es etwas, was die Kirche von Ihrem Verein lernen könnte?
Wir leben heute in einer vielschichtigen Gesellschaft, in der verschiedene Kulturen, Meinungen, Traditionen und Überzeugungen zusammenkommen. Dies fordert uns als Kirche heraus, gesellschaftlich relevant zu bleiben. Ich glaube, als aktiver Teilnehmer sowohl in der Kirchgemeinde als auch in einem Verein werden wir zu Brückenbauern zwischen Kirche und dieser vielschichtigen Gesellschaft. Automatisch findet ein Austausch statt. Es ist eine enorme Chance für die Kirche, wenn Menschen aus der Kirche sich in Vereinen engagieren. So entsteht eine Beziehung, in der Nöte und Anliegen von Mitmenschen erkannt werden und die Kirche darauf reagieren und helfen kann.

Interview: Micha Rippert (26.05.2017)